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Haus Steinfurt
48317 Drensteinfurt
Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Aula des Schulzentrums statt.
Anna-Sophie Brosig, Julia Wasmund, Pillwoo Chun

 Kultursommer Drensteinfurt 2017

open air Konzert vor Haus Steinfurt

Sonntag, 01. 09. 2017

18:00 Uhr



P R O G R A M M

 

Sergei Rachmaninoff (1873 – 1943):

Klaviersonate Nr. 1, 1. Satz


Claude Debussy (1862–1918):

Sonate für Cello und Klavier 

1. Prologue. Lent – 2. Sérénade et Finale. Modérément – Animé.


Robert Schumann (1810–1856):

Widmung - Hebräische Gesänge – Mondnacht -Waldesgespräch (Sopran/Kl.)


Astor Piazzolla (1921–1992):

Le Gran Tango (Vc./Kl.)

P A U S E


Matthias Bonitz (*1951): OM aus Siddhartha für Cello und Klavier


Matthias Bonitz (*1951): Stufen  (Gedicht: Hermann Hesse)  (Sopran/Vc./Kl.) (Uraufführung der Fassung Gesang / Cello / Klavier)


Annette von Droste zu Hülshoff (1797–1848):

Text: Goethe: Offne Tafel – Trinklied – Zigeunerlied.


 Matthias Bonitz (*1951): Was bleibt
a) Alter Blick (Ilse Aichinger) b) Was bleibt (Annette von Droste-Hülshoff) c)Chinesischer Abschied (Ilse Aichinger)  (Sopran/Vc./Kl.)




 

Westfälischer Anzeiger vom 09.09.2014

Kultursommer endet mit Opernabend vor Traumkulisse

Drensteinfurt - Vor der traumhaft schönen Kulisse des Wasserschlosses Haus Steinfurt erlebten die rund 150 Besucher am Sonntagabend ein klassisches Open-Air-Konzert der Extraklasse. Mit dieser Aufführung endete bei herrlichem Wetter der Kultursommer.


Von Mechthild Wiesrecker

„Das Hauptthema ist die Liebe, in allen Facetten der Oper und Operette“, kündigte Matthias Bonitz, künstlerischer Leiter des Konzertes, zu Beginn an. Gleich vom ersten Stück an begeisterten die drei Musiker, allesamt noch Studenten an der Musikhochschule Münster, das Publikum.

Mit der Ouvertüre von W.A. Mozart am Flügel, ausdrucksstark und technisch perfekt gespielt von der 24-jährigen Sukyoung Kim aus Südkorea, begann der musikalische Abend, der sich als wahrer Augen- und Ohrenschmaus entpuppen sollte. Mit Arien aus der Oper „La finta giardiniera“ von Mozart zeigten Anna Sophie Brosig (Sopran) und Stefan Sbonnik (Tenor) gleich am Anfang ihre bemerkenswerte Gesangskunst. Wurden etliche der Lieder in italienischer Sprache gesungen, gab es auch einige deutsche Stücke zu hören, wie aus Mozarts Zauberflöte die Arien „Ach ich fühl‘s“ und „dies Bildnis ist bezaubernd schön“. Aus Opern von Fedeli, Händel und Lortzinger und natürlich der großen italienischen Komponisten wie Puccini und Verdi erklangen die Melodien.

Anna Sophie Brosig riss das Publikum mit glockenheller Stimme, atemberaubendem Piano und inniger Emotionalität mit, dabei wirkte sie weder sentimental noch übertrieben. Anrührend natürlich sang sich die 26-Jährige in die Herzen der Zuhörer.

Grandios stellte sie sich auf die verschiedenen Rollen ein, mal kokett oder verführerisch, mal bittend, mädchenhaft oder charmant und leidenschaftlich zog sie alle Facetten ihrer Schauspielkunst. Nicht nur mit ihren bezaubernd schönen lyrischen Arien, sondern auch mit ihrer Mimik und Gestik überzeugte sie.

Stefan Sbonnik sang ausgezeichnet textverständlich und in jedem Moment mit klangvoller warmer Stimme, wandelbar, beweglich und technisch perfekt. Den Titel „Man wird ja nur einmal geboren“, sang er so überzeugend, dass etwas von seinem beschwingten, unkomplizierten und jugendlichen Lebensgefühl auf die Zuhörer abfärbte. Als Höhepunkte stellten sich die Duette der beiden Sänger heraus. Die Harmonien der beiden Stimmen zeugten von höchster musikalischer Qualität.

Natürlich durften auch Operettenarien nicht fehlen. Leicht und beschwingt bezauberte das Klaviersolo „Frühlingsstimmen“, von J. Strauss. Für besonderen Applaus sorgte das von der Sopranistin leidenschaftlich und verführerisch vorgetragene „Meine Lippen sie küssen so heiß“ von F. Lehar. Bemerkenswert war: Alle Texte und Melodien wurden von den Sängern auswendig gesungen. Einen besonderen optischen Leckerbissen bot Brosig mit ihrem Outfit. Gleich dreimal wechselte sie während der Aufführung ihre Garderobe.

Die gelungene Uraufführung der Operette „Gabrielle“ bewies das große Talent des Drensteinfurter Komponisten Matthias Bonitz. Dieser hatte sowohl Text als auch Musik über die Wandlung der Gabrielle zur Coco Chanelle und ihrer Liebe zu dem „Pferdenarren“ Etienne Balsan selber geschrieben und komponiert. Zwischen den einzelnen Arien informierte Bonitz kurz über den Inhalt der Operette. Als Überraschungsgast erschien eine prächtige braune Stute, die, so der Komponist, „gut zur Kulisse passt“.

Bonitz, dessen Ziel die Förderung talentierten Nachwuchses ist, zeigte sich am Ende begeistert von der „bemerkenswerten Leistung“ der drei jugendlichen Musiker. Besonders lobte er die Pianistin, die die Solisten während des gesamten Konzertes hervorragend und einfühlsam begleitet hatte.

Sein Dank galt zum Schluss auch der Familie Landsberg-Velen. „Es ist wunderbar, dass wir hier sein können, das Ambiente des Schlosses ist wie ein Bühnenbild“, begeisterte er sich. Das entrückte Publikum spendete am Ende viel Applaus für ein wunderbares Konzert.

 

Bonitz, Matthias: Ausgewählte Webseite auf onlinestreet.de